CD-Review
Ultramagnetic MC’s
“The Best Kept Secret“
DMAFT Records (2007)
Wenn der Name "Ultramagnetic MC's" fällt, haben viele unweigerlich "Ego Trippin" im Ohr, jene Übernummer, mit der die Ultra's 1986 die HipHop-Welt aufräumten- und die heute noch auf jeder besseren Party funktioniert. Mit der LP „Critical Beatdown“ haben die New Yorker Jungs um Kool Keith und Ced Gee dann zwei Jahre später einen absoluten Klassiker platziert, der in Sachen Rap-Flow und Beat-Produktion damals so weit vorne war wie Astronauten-Essen.
Etwa zehn Longplayer, einen Sell-Out, die Bandauflösung und Kool Keith’s unzählige Soloprojekte später lässt die Nachricht einer angeblichen Re-Union der Ultramagnetischen Vorfreude aufkommen. Und jetzt, über fünf Jahre nach dem letzten gemeinsamen Lebenszeichen, ist sie endlich da, die neue Platte:
The Best Kept Secret.
Den Hörer erwarten vierzehn teils sperrige Tracks, die mitunter sehr an Kool Keiths Solo-Sound erinnern – was nicht jedem alten Fan entgegenkommen dürfte. Die meist minimalistischen Beats mit sparsamen Sample-Sprenklern und digitalen Synthesizer-Wolken lassen viel Raum für die Raps, die gewohnt abgedreht und pornolastig ausfallen. Soulig und funky wird das ganze nur in seltenen Momenten - das hier ist Rap für Leute, die Rap mögen. Und nicht wirklich innovativ, aber da haben sich die Herren nun wirklich schon ihre Sporen verdient.
Anspieltipps: Das majestätische „The Plaques“ und der Club-Banger „Delta 2006“, da zeigen die Magneten, was noch möglich ist.
(Alex Wahl für mkzwo.de)
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